Neuerscheinung im Juli 2026. CD RUNA digital download
Eine Aufnahme in Eigenregie aus dem Jahr 2018.
Real time compositions und Stücke, die im Weiler RINA im Gadertal im Laufe einiger Wintertage entstanden sind.
Eigentlich wollte ich die CD RINA nennen, nach dem Weiler im Gadertal in welchem die Aufnahmen entstanden sind.
Doch wurde ich mehrmals darauf angesprochen, ob ich die CD wirklich nach Italien´s bekanntestem Mafia Boss benennen will.
So hab ich mich für den Namen RUNA entschieden.
RUNA erzählt von einem Waisenkind, das im Gadertal geboren wurde. Die Eltern starben nach der Geburt. Wohlhabende Handelsreisende nahmen das Kind zu sich. So lebte es fortan weit entfernt am Schwarzen Meer. Wie der Zufall des Leben´s es so wollte, wurde sie als junge Erwachsene auf eine Reise geschickt, zurück in das Gadertal, in welchem sie geboren wurde. Sie kam auf eine abgewetterte und abgewirtschaftete alte Burg, die man gar nicht mehr als Burg bezeichnen konnte. Es war vielmehr ein alter Stall mit einer Ruine, die notdürftig mit Brettern ausgekleidet war, das den notwendigsten Schutz vor Wind und Wetter bot.
RUNA vermisste sehr das geliebte Meer, die rauschenden Wellen, die endlosen Strände, den fernen Blick in die Weite. Besonders an den kalten und rauhen Winterstagen. Doch die viele Arbeit und die Pferde, die sie begonnen hatte, zu züchten, minderten ein wenig diese ungebrochene Sehnsucht. Sie liebte das Reiten, die Pferde. Den Wind in den Haaren zu spüren erinnerte sie an die frische Brise an den Ufern des Meeres, an dem sie aufgewachsen war.
Eines Tages kamen Boten in das Tal und überbrachten ihr die Nachricht, sie könne dann wieder in ihre alte Heimat zurückkehren, wenn es ihr gelingen würde, bis zum siebten Vollmond des Jahres, ein wohlbehütetes Geheimnis ihrer Ahnen zu finden.
Runa machte sich so schnell sie konnte auf die Suche. Sie traf alle Weisen im Tale, sprach mit den Ältesten der Orte, so sehr sehnte sie sich nach ihrem geliebten Meer. Jede Nacht träumte sie denselben Traum vom großen Mond über dem Meer. Er sprach zu ihr: "Ich bin der siebente Mond in diesem Jahr. Runa, ich warte auch Dich."
Sie suchte verzweifelt und wusste nicht, wo sie so ein Geheimnis finden konnte. Und woher würde sie wissen, dass es wirklich das Geheimnis war, das gefunden werden wollte. So geschah es, eines nebeligen Herbsttages im Walde, dass sie sich mit ihren Pferden vom Weg abkam. Und eine riesige uralten Lärche vor ihr stand. Sie band die Pferde um den Stamm, und setzte sich selbst daneben hin.
Laut dachte sie über ihr Kümmernis nach. Der Wind wehte durch die Äste und es gab ein Raunen, das wiederum klang wie ihr geliebtes Meer. Sie lauschte dem diesem "Gesang", der alsbald nach Worten klang. Es waren ihre Ahnen! Sie waren es, die sie im Meeresrauschen hörte. Sie waren es, die sie beim Reiten durch die Wälder hörte. Und sie waren es, die sie nun ganz deutlich und so klar vernahm. Im Rauschen des Baumes. Sie schloss ihre Augen und lauschte den Stimmen. Das Geheimnis wurde ihr offenbart.
Glückselig, demütig und gleichzeitig sehr wehmütig kehrte sie an die Hof-Ruine zurück. Hatte sie nun die Wälder und die Berge und die Menschen im Tale lieb gewonnen, fiel der Abschied wieder schwer. Doch das Bild des Mondes in ihrem Herzen, liess sie die Pferde satteln. Sie grüßte dankbar alle Menschen und Tiere und packte das Bündel auf den Pferderücken. Mit dem Wissen über das Geheimnis der Ahnen ritt sie mit ihren treuen Pferden Richtung Totes Meer.
Und wenn sie nicht gestorben ist, lauscht sie noch heute dem Rauschen des Meeres. Hört sie noch heute, das Raunen der Ahnen.
RUNA
Titelliste folgt. Aufnahme in 432hz. Gespielt auf der Tiroler Volksharfe.
